Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Quartier Bachemer Bach

Das Quartier im Überblick

Die Gesellschaft wurde von der Stadtverwaltung mit der Umsetzung von insgesamt 11 Einzelmaßnahmen beauftragt, die in dem Quartier gefasst sind. Hierzu zählt auch die Gewässerwiederherstellung im betreffenden Abschnitt. Weitere Maßnahmen sind die Wiederherstellung und Entwicklung der Ausgleichsflächen und der Streuobstwiese am Südufer, die Piuswiese am Nordufer, sowie die Wiederherstellung der Radwege, darunter auch ein Abschnitt des Ahrtalradweges. Zusätzlich ist seit Frühjahr 2025 die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft ebenfalls mit der Durchführung der Maßnahme zum Ausbau der Ahrallee beauftragt.

Nach dem Stadtratsbeschluss der Vorplanung (Leistungsphase 2) im Januar 2026 wurde, mit dem Ziel eines Baubeginns im kommenden Jahr 2027, in der weiteren Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) vorerst auf das Südufer zwischen der Bachemer Brücke und St. Pius-Brücke fokussiert. Mit der Eignung der hier verorteten Freiflächen in Bezug auf hochwasservorbeugende Maßnahmen, wurde bereits im Winter 2025 vorbeugend rund 8.000 m3 Erdvolumen des Ahrvorlands abgetragen, wodurch der Abfluss der Ahr unmittelbar verbessert werden konnte. Ziel der Freiraumplanung ist es, die Freiflächen zu qualitätsvollen Aufenthaltsräumen mit Zugang zur Ahr zu entwickeln. Demnach wurde durch das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro ein Pflanz- und Gestaltungskonzept entwickelt, was den Nutzungsansprüchen entspricht, wie auch die Flächen aus ökologischer Sicht aufwertet und damit den Entwicklungszielen des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes Ahrtal folgt. 

Zur weiteren hydraulischen Optimierung wurde eine angepasste Wegeführung entwickelt. Sie sieht zusätzlich die Absenkung des örtlichen Geh- und Radweges vor. In diesem Zusammenhang werden aktuell die Wegeverbindungen zu umliegenden Grundstücken, Straßen und Brücken für die Aufrechterhaltung und Optimierung der öffentlichen Zuwegungen für Bürger*innen sowie Pflege und Unterhalt überprüft und angepasst. Teil der Freiraumplanung ist auch die Entwicklung eines Beleuchtungs- und Ausstattungskonzeptes, was standortgerechte Leuchten, das Bankmobiliar, Abfallbehälter und Radinfrastrukturelemente (Fahrradständer, Poller, E-Ladestationen, Werkzeugschränke etc.) umfasst. Ziel ist ein stimmiges und möglichst einheitliches Stadtbild.

Mit den weiterführenden Arbeiten wird der Bachemer Bach in Zusammenarbeit zwischen der Freiraum- und Gewässerplanung naturnah weiterentwickelt und in die Freifläche/ Streuobstwiese am Südufer leicht verschwenkt eingebunden. Es entsteht ein erlebbarer, strukturreicher Naturraum.

Die Entwurfsplanung (Leistungsphase 3) für die weiteren Freiflächen und Wege beginnt im zweiten Halbjahr 2026. Die Grundprinzipien der Uferaufweitung und Absenkung der Geh- und Radwege setzt sich hier fort.

 

Gewässerplanung

In der Gewässerplanung werden Maßnahmen zur möglichst naturnahen Sicherung von Ufer und Sohle der Ahr entwickelt und die Einleitungen im Quartier geplant. Die Sohlsicherung erfolgt weiterhin über die bestehenden Querbauwerke, die an die neue Gewässergeometrie angepasst werden. Die Planung sieht vor, dass die ökologische Durchgängigkeit so gestaltet wird, dass eine mäandrierende Strömung induziert wird, die neben einer Niedrigwasserführung auch eine Strömungsvielfalt bietet und so vielfältige Habitate schafft. Die Absenkungen des Ahrvorlandes setzen in weiten Bereichen umfangreiche Anpassungen des Kanal- und Leitungsnetzes voraus, wofür aktuell umfangreiche Abstimmungen mit den Versorgungsträgern durchgeführt werden. Die Vorplanung der Gewässerplanung wird Juli 2026 abgeschlossen. Es werden bereits Planungen für Uferwände zur Vermeidung von Hochwasserschäden an der Jugendherberge am Südufer der Ahr entwickelt. Für weitere Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasserschäden, insbesondere eine Ufermauer am Nordufer, liegt ein Konzept vor.

Als temporäre Schutzmaßnahmen wurden neben dem vorgezogenen Vorlandabtrag in Zusammenarbeit mit dem Betriebshof entlang der Ahrallee Betonblöcke installiert, die einen Schutz vor einem HQ20 gewährleisten.

Es werden zudem Ufermauern oder Dammstrukturen mit einer Hochwasserschutzfunktion an der Ahrallee, östlich der Piusbrücke sowie im Bereich der Schulen notwendig. Hierfür wurden in einem Konzept die Höhen sowie der mögliche Verlauf der Anlagen bestimmt.

 

Zuletzt aktualisiert: August 2026

Nächste Aktualisierung voraussichtlich: April 2027

Vom Entwurf zur Umsetzung – Impressionen unseres Bauprojekts

 

Dieses Projekt wird gefördert durch den Wiederaufbaufonds mit finanzieller Unterstützung des Bundes und der Länder

Quartier Bachemer Bach