Kaiserin-Auguste-Victoria-Park, Dahlien- und Rosengarten
Der im Jahr 1978 angelegte Rosengarten auf der linken Ahrseite befindet sich auf einem ehemaligem Klostergelände. In östlicher Richtung schließt sich der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park an. Er wurde Anfang des 20. Jahrhunderts angelegt und erinnert namentlich an die Geburtsstunde des Heilbades: Die damalige Prinzessin Augusta von Preußen, die spätere Kaiserin, nahm am 28. Juli 1858 als Ehrengast an der Feier zur Quellenweihe teil. Auf der gegenüberliegenden Ahr-Seite, in südlicher Richtung, befindet sich der 1956 eröffnete Dahliengarten, dessen Bild die Dahlie geprägt hat.
Die Freiraumplanung für den Bereich Dahliengarten, Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park und Rosengarten wird durch das durch die AuEG beauftragte Landschaftsarchitekturbüro entwickelt. Gegenwärtig wird die Vorplanung (Leistungsphase 2) abgeschlossen. Es ist geplant, die Entwurfsplanung unmittelbar anzuschließen. Die Förderanträge zur Wiederherstellung der Freianlagen wurden auf dieser Basis an die ADD gestellt. Die städtischen Gremien haben der Vorplanung nach vorgelagerter Abstimmung mit den städtischen Abteilungen mit dem Stadtratsbeschluss vom 26. Januar 2026 zugestimmt. Die Planungen wurden im Kontext der Gesamtplanung verschiedenen Stakeholdern vorgestellt. Aspekte der ökologischen und wasserwirtschaftlichen Fach- und Genehmigungsplanung mit den Genehmigungsbehörden wurden initial besprochen. Das Vorhaben wurde zudem den lokalen Naturschutzverbänden vorgestellt. Zur Information der Öffentlichkeit wurde das Projekt im November bei einer Einwohnerversammlung und im Januar bei einem Bürgerdialog präsentiert.
Für den Dahliengarten sieht die Planung im Wesentlichen einen Beibehalt der im Vorfeld der Landesgartenschau geschaffenen Grundstruktur vor.
Mit wiederhergestellten Wegen und bunten Dahlienbeeten wird eine attraktive Parkanlage geschaffen. Zur Ableitung von Starkregenereignissen ist in der Mitte des Parks eine Mulde vorgesehen, die Regenwasser aufnehmen kann. Eine etwaige Überflutung des Dahliengartens soll neu mit einem Durchlass zur Ahr abgeleitet werden. Unmittelbar angrenzend an den Dahliengarten wird das Dorint-Hotel wiederaufgebaut, hierzu befindet sich die Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft im Austausch mit dem Bauherrn. Im Rahmen des Wiederaufbaus von Dorint wird auch ein Hochwasserschutz zum Hotel erstellt. Die Feuerwehrzufahrt für das Dorint-Hotel erfolgt über den westlich angrenzenden Parkweg.
Der Anschluss des südlichen Uferwegs an die wiederherzustellende Maria-Hilf-Brücke und den Kurpark wird in Form eines Platzes mit gesteigerter Aufenthaltsqualität geplant.
Der Rosengarten muss flächendeckend wiederhergestellt werden. Dabei wird insbesondere die landschaftliche Einbindung der Maßnahmen zur Begrenzung von Überflutungen berücksichtigt, die hier als angeböschte Ufermauer im Norden verortet werden. Die zentrale Wiesenfläche wird offen zum Liegen, Spielen und Verweilen gestaltet. In die Fläche integrierte Beete greifen das Thema des Rosengartens auf. Ergänzend erfolgen einige rahmende Gehölzpflanzungen. Der Radweg verläuft künftig im östlichen Teil des Rosengartens nicht mehr am Ahr-Ufer, sondern weiter nördlich; er verschwenkt dann nach Süden zum Ufer und verläuft anschließend entlang der neu modellierten Uferböschung zur Brücke L83. Für den Dahlien- und Rosengarten soll die Bewässerung im Rahmen des Wiederaufbaus wiederhergestellt werden, dazu soll nach Möglichkeit Regenwasser genutzt werden.
Die Grundstruktur des Kaiserin-Auguste-Viktoria-Parks wird erhalten bzw. wiederhergestellt. Dazu werden insbesondere die Parkwege wiederhergestellt. Im Fokus steht zudem die landschaftlich angepasste Einbindung der Uferanlagen zur Vermeidung künftiger Hochwasserschäden. Wie vom Stadtrat beschlossen, wird die Integration eines Pumptracks in den Park vorgesehen, der die vorhandenen Sport- und Spielflächen ergänzt. Im Rahmen der Bearbeitung des Parks werden auch die Straßenkörper des angrenzenden Herderwegs und der Uhlandstraße wiederhergestellt. Da das Hinterland des Rosengartens bereits bei einem 20-jährlichen Hochwasser überflutet wird, ist eine temporäre Einfassung mittels Betonsteinen erstellt worden.
Der den Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park durchfließende Mühlenteich soll naturnah mit flachen Ufern und Retentionsraum entwickelt werden. Die Planung der Mühlenteichbrücke Antoniusstraße wird von einem eingesetzten Ingenieurbüro in Zusammenarbeitet mit einem Fachplaner entwickelt. Mit Blick auf die angrenzende Bebauung wurde eine Zielvariante zur Hochwasserentlastung und Ausleitung des Mühlenteichs identifiziert, die einen Hochwasserabschlag sowie ein Vereinigungsbauwerk mit dem Fuchsbach vorsieht. Darüber hinaus wurde eine Hochleistungspumpe zur kurzfristigen Entlastung im Hochwasserfall beschafft.
Gewässerplanung Abschnitt Brücke L83 bis Maria-Hilf-Brücke
Die Gewässerplanung ist an ein Ingenieurbüro beauftragt. Die Maßnahmen zur Gewässerwiederherstellung (Sohle, Böschungen und Ufer) befinden sich derzeit im Abschluss der Vorplanung und Einstieg in die Entwurfsplanung. Im Bereich des Rosengartens ist eine Aufweitung des Ufers vorgesehen, um der Ahr an dieser Stelle größtmöglichen Raum für eine eigendynamische Entwicklung zu ermöglichen. Darüber hinaus wurden für einzelne Abschnitte unterschiedliche Typologien erarbeitet, welche die jeweiligen Uferbereiche sowie deren strukturellen Aufbau veranschaulichen. Die Planung zur Ufer- und Sohlsicherung liegt aktuell im Konzeptstadium vor und wird fortlaufend weiterentwickelt. Ziel der Planung ist es, Sicherheit und eine naturnahe Eigendynamik des Gewässers zu vereinbaren. Insgesamt sind, wo es möglich ist, Aufweitungen des Gewässerprofils und die Förderung des Strukturreichtums der Ahr vorgesehen. Da die Maßnahmen für den vorbeugenden Hochwasserschutz auch Leitungstrassen betreffen, werden für notwendige Umlegungen entsprechende Abstimmungsgespräche geführt und planerische Vorbereitungen getroffen.
Im Rahmen der Planung wurde ein umfassendes Konzept zur Vermeidung von Hochwasserschäden bis zu einem hundertjährlichen Hochwasser entwickelt. Dies umfasst sowohl bauliche Maßnahmen wie Ufermauern, unter anderem zwischen Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park und Maria-Hilf-Brücke und Wälle als auch natürliche Schutzmaßnahmen innerhalb der Gewässerwiederherstellung wie Aufweitungen und die Schaffung von Retentionsflächen. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen fanden intensive Abstimmungen mit dem Fördergeber statt; nach aktuellem Stand sollen die erforderlichen Maßnahmen über die Wiederherstellung der Böschungen gefördert werden. Entsprechende Förderanträge wurden an das MKUEM gestellt. Die Beantragung für die Verkleidung der Hochwasserschutzmauern wurde über die jeweils entsprechenden Maßnahmen bei der ADD ergänzt. Sämtliche Parkanlagen, einschließlich des Dahlien- Rosen- und Kaiserin-Auguste-Viktoria Park, stehen im Hochwasserfall als Retentionsräume zur Verfügung.
Die gesamte Planung innerhalb des Quartiers verläuft in enger Abstimmung zwischen Gewässer- und Freiraumplanung sowie unter Berücksichtigung der Schnittstellen zu angrenzenden Maßnahmen.
Gesamtförderung: Bislang wurden für Maßnahmen in diesem Quartier Fördermittel in einer Gesamthöhe rd. 1 Mio. Euro brutto durch den Fördergeber bewilligt.
Zuletzt aktualisiert: August 2026
Nächste Aktualisierung voraussichtlich: April 2027
Dieses Projekt wird gefördert durch den Wiederaufbaufonds mit finanzieller Unterstützung des Bundes und der Länder







